Singende Sanddünen

Französische Forscher haben herausgefunden, warum manche Sanddünen singen, wenn der Wind über sie streicht.

So wie jeder Sänger, hat jede Sanddüne hat ihren eigenen Klang.

Das "Singen" der Sanddünen klingt natürlich nicht wie der Gesang eines Menschen. Es erinnert mehr an ein Ächzen, Jammern, Heulen oder die sphärischen Klänge einer Meditations-CD.

Bisher wußte man allerdings nicht, warum Sanddünen solch mystische Gesänge anstimmen.

 

Die Größe der Körner ist entscheidend.

Die französischen Physiker der Pariser Diderot-Universität berichten, dass der Klang der Dünen von der Größe und der Zusammensetzung ihrer Sandkörner abhängt.

Vielleicht gibt es gewisse Analogien zur menschlichen Gesangsstimme, wo die Stimmgattung zum Beispiel von der Länge und der Dicke der Stimmbänder bestimmt wird. Mit langen, dicken Stimmbändern singt so mancher Mann im Bass. Je höher die Stimme wie bei Sopranen zum Beispiel desto kürzer und dünner sind auch die Stimmbänder.

 

Die von den Wissenschaftlern untersuchten Sanddünen sind in Marokko und im Oman zu Hause. Die marokkanische Düne hat eine Frequenz von ca. 105 Hertz, während ihre Verwandte im Oman eine Frequenz von 90 - 150 Hertz hat.

 

Im Labor untersuchten die Wissenschaftler den Sand der zwei Dünen und stellten fest, dass sich die Sandkörner in ihrer Größe voneinander unterschieden. In Experimenten wurden die Körner nach Größe sortiert und im Labor künstlicher Wind erzeugt. Es zeigte sich, dass der dabei entstehende Klang sehr konstant war.

 

Deshalb versuchen Gesangslehrer und Chorleiter, die Stimmen ihrer Sänger zu kategorisieren. Wir stecken die Sänger in den Bass, Bariton, Tenor, Alt und Sopran, in der Hoffnung einen homogenen Klang zu bekommen.

Ich hoffe, Sie lassen nicht nur die Sanddünen singen, sonden stärken Ihre Stimme hin und wieder im Gesangsunterricht, um den Gesang auch ins Abendland zu bringen.

 

München, den 31. Oktober 2012 

Martin Daniel Selle



 

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