Sängerknötchen - Ursachen und Hilfe

Sängerknötchen sind unter Sängern, Schauspielern und allen anderen Berufsgruppen, die auf Ihre Stimme angewiesen sind, gefürchtet. Sie sind auch unter den Namen Knötchen oder Polypen bekannt. Mediziner würden wahrscheinlich von einer Phonationsverdickung der Stimmlippen sprechen.

So einfach wie möglich ausgedrückt, sind Knötchen Gewebsverdickungen an den Stimmlippen. Diese Verdickungen sind meist nicht größer als eine Stecknadelspitze. Sie können, ähnlich einer Blase, wässrig sein oder bindegewebig (fibrös). Erkennen kann man Sängerknötchen an Heiserkeit, geringer Belastbarkeit, der Unfähigkeit leise zu singen, einem hohen Kraftaufwand beim Singen, fehlendem Stimmbandschluss (luftigen Klang) und eventuellen Schmerzen beim Singen und Sprechen.
Ursachen für Sängerknötchen können hormonell, konstitutionell, funktional, überlastungsbedingt und eine ungesunde Gesangstechnik sein. Zur Überlastung können zum Beispiel Gesangspartien führen, die nicht der eigenen Stimmlage entsprechen oder denen der Sänger technisch noch nicht gewachsen ist. Genauso wichtig ist es, auf ausreichende Ruhephasen zu achten. Ein Bariton, der acht Vorstellungen pro Woche eine Tenorrolle singt, womöglich kombiniert mit Schlafmangel, weil auf der Tournee jeden Tag in einer anderen Stadt gespielt wird, hat gute Chancen auf Sängerknötchen.
Zum Glück gibt es mittlerweile erfolgversprechende Behandlungsmethoden. Viele Sänger haben in ihrer Laufbahn von ihrem HNO-Arzt oder Phoniater (Stimm-Arzt) Schweigen verordnet bekommen. Durch konsequentes Schweigen über einige Wochen, kann man der Stimme die nötige Ruhe geben, um sich selbst zu heilen. Die Gewebsverdickungen können sich in diesem Fall wieder zurückbilden. In härteren Fällen können die Sängerknötchen von einem Phoniater (Stimm-Arzt) operativ entfernt werden. Nach einem operativen Eingriff sollte aber auch für einen kürzeren Zeitraum geschwiegen werden, bevor man mit einer Stimmtherapie fortfährt. Im Idealfall beugt man aber der Entstehung von Sängerknötchen vor, indem man sich stimmlich nicht überfordert und im Gesangsunterricht eine Technik erlernt, die es erlaubt, auf gesunde Weise hohe stimmliche Leistungen zu erbringen.

 

München, den 23. November 2012

Martin Daniel Selle

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Kommentare: 2
  • #1

    Milagros Stokely (Mittwoch, 01 Februar 2017 16:43)


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  • #2

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